Startseite

Mit einem Klick können Sie die Bilder auf den Seiten vergrößern.

 

Stolpersteine – Steine gegen das Vergessen.
Der Pfad der Erinnerung“ in Minden.

Der Arbeitskreis Stolpersteine Minden (AK), aus der Aktionsgemeinschaft Friedenswoche Minden e.V. (friwo) hervorgegangen, hat im 60. Jahr nach der Befreiung vom nationalsozialistischen Terrorregime einen besonderen Beitrag zur Erinnerungsarbeit geleistet. Er griff eine Idee des Kölner Künstlers Gunter Demnig auf, der 1994 begann, in den Straßen seiner Heimatstadt „Steine gegen das Vergessen“ zu verlegen, symbolische Stolpersteine, die an frühere Nachbarn erinnern sollen, die als Juden, Sinti oder Roma, Euthanasieopfer, Homosexuelle, politisch oder religiös Verfolgte unter dem Naziregime verschleppt und ermordet wurden.

„Für mich war es wichtig, die Namen der Menschen, die ermordet wurden, dorthin zurück zu bringen, wo sie gewohnt haben“, sagt Gunter Demnig über sein Projekt. Mehr als 35.000 Stolpersteine hat er inzwischen in mehr als 650 Städten Europas verlegt.

Der Arbeitskreis Solpersteine will mit dieser Aktion die Namen und Schicksale der früheren Nachbarn aus Minden ins Gedächtnis zurückrufen, indem sie vor den Häusern, in denen sie damals gelebt haben, die „Stolpersteine“ verlegen lässt, die die Namen der Opfer, ihr Geburtsjahr, das Jahr ihrer Deportation und das Jahr und den Ort ihrer Ermordung nennen. Am Ende des Projekts, das auf mehrere Jahre angelegt ist, soll ein Pfad der Erinnerung und der Mahnung entstanden sein, ein begehbares Mahnmal.

Ideelle Unterstützung erfährt der AK durch die Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit, durch die Jüdische Kultusgemeinde und nicht zuletzt durch die Stadt Minden. Wichtig ist den Mitgliedern das AK, dass das Projekt als ein Zeichen bürgerschaftlichen Engagements ausschließlich über Spenden finanziert wird; es werden keinerlei öffentliche Mittel in Anspruch genommen.

Der AK, bestehend aus ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, arbeitet seit Anfang 2005 daran, die Namen, die früheren Wohnungen und die Schicksale der Opfer zu ermitteln. Am 21. Nov. 2005 hat Gunter Demnig die ersten Stolpersteine verlegt, am 6. Dezember 2006 zehn weitere. Mit diesen 18 Stolpersteinen wurde der Anfang des „Pfades der Erinnerung“ gemacht. Er wird seitdem Jahr für Jahr weiter geführt. Bis zum jetzt wurden in Minden insgesamt 81 Stolpersteine verlegt, im November 2013 folgen weitere.

Die Öffentlichkeit ist aufgerufen, dieses Projekt zu unterstützen:

  • durch die Nennung von Namen und früheren Wohnungen von Mindenerinnen und Mindenern, die unter dem Naziregime verschleppt und ermordet wurden;

  • eine Partnerschaft für einen Stein kann für 120 € übernommen werden;

  • durch zweckgebundene Spenden zur Deckung der entstehenden Kosten.
    (Die friwo stellt Spendenbescheinigungen aus)

Kontaktpersonen für das Projekt Stolpersteine sind:

  • Sabine Schulz, Tel. 0571 – 6 30 64

  • Hans Langescheid, Tel. 0571 – 2 93 09

Wir veranstalten Gruppenführungen auf dem Pfad der Erinnerung an. Bitte rufen Sie bei Interesse einfach beim friwo-Treffpunkt an. Tel.: 0571 – 2 43 39 oder unsere vorgenannten Kontaktpersonen an.

Weitere Auskünfte bekommen Sie durch die Aktionsgemeinschaft Friedenswoche Minden e. V., Alte Kirchstr. 1a, 32423 Minden, Tel. 0571 – 2 43 39 oder per E-Mail: friwo

Spenden erbitten wir auf das Konto: Friwo-„AK Stolpersteine“ bei der Spark. Minden-Lübbecke
Kt.-Nr.: 401 268 49     |     BLZ:     490 501 01
IBAN:   DE31 4905 0101 0040 1266 49     |     BIC:     WELADED1MIN