“ES IST GESCHEHEN, UND FOLGLICH KANN ES WIEDER GESCHEHEN.”
- Primo Levi
wer wir sind
wir freuen uns, Ihnen den Arbeitskreis und unsere Arbeit vorstellen zu dürfen. Den Arbeitskreis Stolpersteine Minden gibt es seit 2005. Darauf wurde der Kontakt zu Gunter Demnig aufgebaut und die ersten Stolpersteine verlegt. Wir sind ein Team aus Ehrenamtlichen, das sich dafür engagiert, dass die Geschichte der in der NS-Zeit verfolgten und ermordeten Mindenerinnen und Mindener nicht vergessen wird. Während unserer monatlichen Treffen – zu denen wir Sie jederzeit herzlich willkommen heißen – tauschen wir uns über Recherchen zu einzelnen Schicksalen aus und organisieren die Verlegung neuer Stolpersteine.
Unsere Arbeit fokussiert sich auf das FORSCHEN, ERINNERN und AKTIV WERDEN:
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Wir recherchieren in Archiven nach Namen und Lebensgeschichten. Dabei helfen uns Expertinnen und Experten mit ihrem Rat, ungeklärte Schicksale aufzudecken. Wir gehen außerdem Hinweisen aus der Bevölkerung nach und beziehen diese in unsere Recherchen ein.
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Mit der Verlegung von Stolpersteinen vor dem letzten freiwillig gewählten Wohnort der Betroffenen erinnern wir an ihren Namen und ihre Geschichte – und machen dadurch sichtbar, dass sie damals Teil der Nachbarschaft waren. Jede und jeder hätte von ihrem Schicksal wissen können. Bei Führungen auf dem „Pfad der Erinnerung“ in der Oberen Altstadt laden wir Sie dazu ein, die Namen und Geschichten der Betroffenen kennenzulernen und an ihr Schicksal zu erinnern.
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Durch die Beschäftigung mit der Vergangenheit und die Dokumentation unserer Recherchen setzen wir in der Gegenwart ein aktives Zeichen dafür, dass Antisemitismus, Fremdenfeindlichkeit, gruppenbezogene Diskriminierung und Rassismus in unserer Stadt keinen Platz haben. Gerade jetzt, wo rechte und extremistische Stimmen immer lauter werden, ist es umso wichtiger, daran zu erinnern, was passiert, wenn diese Stimmen das letzte Wort haben. Auch kleine Beiträge können viel bewirken. Deshalb laden wir Sie ein, sich hier in Minden in Ihrer Nachbarschaft zu engagieren: sei es durch das Pflegen von Stolpersteinen, die Teilnahme an unseren Führungen, das Vermitteln unserer Arbeit in der Öffentlichkeit, oder durch eine Spende.
Wenn Sie mehr über Gunter Demnig und das Projekt Stolpersteine erfahren möchten, besuchen Sie gerne die offizielle Webseite: stolpersteine.eu
STOLPERSTEINE
Die Stolpersteine liegen vor den letzten freiwillig gewählten Wohnungen. Informationen zu den verfolgten Menschen finden Sie einmal in der folgenden Auflistung, sowie auch in der nach Straßen sortierten Übersicht.
Sollten Sie Fragen oder Hinweise haben, kontaktieren Sie uns gerne.
Für eine Kartenansicht empfehlen wir die WDR‑App „Stolpersteine NRW“. Dort finden Sie unterwegs die Lage der Stolpersteine sowie kurze Biografien.
Leers, Johanna
Leers, Rosa
Lilienthal, Marcel
Lindemeyer, Ernst
Lindemeyer, Getrud (geb. Loewenstein)
Lowy, Käthe (geb. Pincus)
Leeser, Ehepaar
Meier, Emma Friederike
Meier, Frieda
Müller, Albert
Müller, Heinz
Maier, Ehepaar
Meyer, Ehepaar
Neuhaus, Sophie
Nußbaum, Robert (Dr.)
Pfingst, Alref
Pfingst, Frieda (geb. Loewenstein)
Pincus, Amalie (geb. Posener)
Rosenfeld, Eva (geb. de Jong)
Rosenfeld, Frommet (geb. Beermann)
Rosenfeld, Ehepaar
Salomon, Arthur
Schweid, Josef
Selbiger, Alfred
Selbiger, Johanna
Simon, Rosa (geb. Neuhaus)
Strauß, Alexander
Strauß, Otto
Simon, Familie
Weinberg, Else
Weinberg, Mas
Wenig, Willig
Weyl, Clara
Weyl, Ernst
Woldt, Erna (geb. Oestreich)
Widawsky, Ehepaar
Werberg, Familie
Weiß, Familie
GLOSSAR DER VERFOLGUNG
das glossar
Hier möchten wir einige Begriffe erklären, die mit der Verfolgung während der NS-Zeit zu tun haben. Die Nationalsozialisten haben viele Wörter neu definiert und bewusst eingesetzt, um ihre Ideologie zu verbreiten, Verbrechen zu verharmlosen und Menschen zu diskriminieren. Da viele dieser Begriffe auch heute noch verwendet werden, ist es wichtig, ihre Bedeutung und ihre Geschichte zu kennen.
Weitere Inhalte folgen in Kürze.
KONTAKT
Gern können Sie uns schreiben, wenn Sie Fragen haben, weitere Informationen benötigen oder ein anderes Anliegen besteht.
FÜHRUNGEN
Die Erinnerungsarbeit vor Ort ist von großer Bedeutung, weil diese nicht nur verhindert, dass wir die Verfolgten und Ermordeten vergessen, sondern auch weil sie einen lokalen Bezug schaffen. Die Stolpersteine erinnern uns daran, dass die Gräueltaten der NS-Zeit nicht nur in Ghettos oder in Konzentrations- und Vernichtungslagern geschahen, sondern dass die Entrechtung und Verfolgung in unserer Nachbarschaft begannen.
Wir laden Sie ein bei einer unserer Führungen unseres Teams durch Minden innezuhalten.
Unser „Pfad der Erinnerung“ fokussiert sich auf die Obere Altstadt, während die WDR-App „Stolpersteine NRW“ Sie durch ganz Minden führt.